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Standortplanung

Den Erreichungsgrad nach Hilfsfrist rechnen und Standorte durchspielen – Schreibtischarbeit im Portal, die online rechnet.

Die Standortplanung rechnet, welcher Anteil der Anschriften innerhalb der Hilfsfrist erreicht wird, und lässt Standorte durchspielen. Sie rechnet online und hat im Fahrzeug nichts zu suchen.

Das ist die Zahl, die einer Kommune vorgelegt wird und mit der sie über Millionen entscheidet. Die Rechnung ist deshalb bewusst frei von Datenbank, Router und Uhr gehalten – nur so lässt sie sich vollständig prüfen.

Drei Dinge, die entschieden sind

1. Gerechnet wird mit der Gesamtzeit, nicht mit der Fahrzeit. Die Hilfsfrist läuft ab der Notrufannahme; Disposition und Ausrücken gehören dazu. Ein Werkzeug, das nur fährt, nennt eine Zahl, die freundlicher ist als die Wirklichkeit.

2. Der nächste Standort ist der schnellste, nicht der nächstgelegene. Eine Freiwillige Feuerwehr um die Ecke mit acht Minuten Ausrückzeit kommt später an als eine besetzte Wache zwei Kilometer weiter.

Deshalb wird die Ausrückzeit je Standort addiert, bevor das Minimum gebildet wird – nicht danach. Wer erst das Minimum der Fahrzeiten nimmt und dann eine Ausrückzeit draufrechnet, wählt regelmäßig die falsche Wache.

3. Die Balken hängen an den eingetragenen Fristen, nicht an festen Minuten. Ein Balken bei acht Minuten ist sinnlos, wenn im Bedarfsplan zehn stehen.

Die Adressbasis

Gerechnet wird gegen die Anschriften eines Gebiets. Sie werden auf Bedarf geladen, nicht auf Vorrat:

  • rund 20 Sekunden je Landkreis
  • rund 23 MB in der Datenbank, 11 MB auf der Platte
  • alle 400 Gebiete wären rund 9 GB

Geplant wird für Gemeinden, nicht für den ganzen Landkreis – der Zuschnitt folgt dem, was eine Kommune entscheidet.

Die Gemeinde ist eine Fläche, kein Ortsname

Welche Gemeinde eine Anschrift hat, entscheidet die Grenze, in der sie liegt – nicht ein Ortsname am Datensatz. Die Grenzen kommen mit ihrem amtlichen Gemeindeschlüssel aus OpenStreetMap; jede Anschrift wird ihnen räumlich zugeordnet.

Bis zum 7. September 2026 stand dort der Ortsname aus OpenStreetMap. Das ist kein Verwaltungsmerkmal, sondern was ein Mapper eingetragen hat. Im Landkreis Northeim ergab das 27 Einträge zur Auswahl – elf echte Gemeinden und sechzehn Ortsteile mit ein bis drei Anschriften. Und 10 221 der 32 736 Anschriften trugen gar keinen Ort: Sie fielen aus jedem Zuschnitt heraus und hinterließen unmarkierte Striche auf der Karte.

Nachgemessen nach der Umstellung: 32 736 von 32 736 Anschriften zugeordnet, zwölf Flächen – elf Gemeinden und das gemeindefreie Gebiet Solling.

Gemeindefreie Gebiete stehen mit in der Liste und sind als solche gekennzeichnet. Sie haben keinen Träger – meist ein Forst ohne Anschrift –, aber wer den ganzen Kreis plant, darf sie nicht verlieren.

Die Karte

Das Ergebnis wird als Raster gefärbt: grün bis zur Hilfsfrist, gelb bis zur zweiten Frist, rot darüber, grau ohne Route.

Je Zelle steht die schlechteste Zeit, nicht der Durchschnitt. Ein Mittelwert glättet genau die Ecke weg, um die es geht – wer plant, sucht den weißen Fleck, nicht die schöne Mitte.

Wo keine Anschrift liegt – Wald, Feld –, bleibt die Fläche weiß. Eine Zelle ohne Anschrift hat keine Zeit, die man färben könnte.

Die Adressbasis trägt bewusst keine Organisationszuordnung: es sind öffentliche Anschriften ohne Personenbezug, geschnitten am Landkreis. Zwei Organisationen im selben Kreis würden denselben Bestand sonst doppelt führen – bei Northeim 32 736 Zeilen je Kunde statt einmal.

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