Atemschutzüberwachung
Trupps, Drücke und Rückzugsdruck nach FwDV 7 — auch ohne Netz.
Die Atemschutzüberwachung ist der sicherheitskritischste Teil der Anwendung. Sie läuft vollständig auf dem Gerät und braucht kein Netz.
Der Rückzugsdruck
Beim Anlegen eines Trupps errechnet LORVIS den Rückzugsdruck aus den Anfangsdrücken:
Rückzugsdruck = max( niedrigster Anfangsdruck ÷ 3 , 60 bar )Die 60 bar sind der Ansprechdruck der Warneinrichtung zuzüglich Reserve. Sie sind die Untergrenze — ein Trupp mit niedrigen Flaschendrücken bekommt dadurch keinen niedrigeren Rückzugsdruck, sondern die 60.
Der Rückzugsdruck wird beim Anlegen einmal errechnet und mitgeführt. Wird die Regel später geändert, bewertet das einen laufenden Trupp nicht rückwirkend anders. Wer draußen ist, behält den Wert, mit dem er losgegangen ist.
Die Zeit läuft gegen die Uhr, nicht gegen einen Zähler
Die verstrichene Zeit wird immer aus dem gespeicherten Startzeitpunkt gegen die aktuelle Uhr gerechnet — nie hochgezählt.
Der Grund ist ein handfester: ein Zähler hängt an einem Timer, und Browser drosseln Timer im Hintergrund oder halten sie bei gesperrtem Bildschirm ganz an. Die Uhr ginge dann nach, ohne dass es jemand merkt. Bei einer Atemschutzüberwachung wäre das kein Schönheitsfehler.
Die vier Zustände eines Trupps
| Zustand | Bedeutung |
|---|---|
angeschlossen | Gerät angelegt, noch nicht vorgegangen |
vorgegangen | Der Trupp ist im Einsatz |
zurück | Der Trupp ist heraus |
abgeschlossen | Die Überwachung ist beendet |
Druckmeldungen
Zu jedem Trupp lassen sich laufend Drücke nachtragen — je Träger, mit Zeitstempel und optionaler Bemerkung. Auch das geht ohne Netz; die Meldungen gehen in die Warteschlange und werden übertragen, sobald wieder Verbindung besteht.
Einen Einsatz mit Trupps draußen beenden
Wer einen Einsatz beendet, während noch Trupps nicht zurückgemeldet sind, bekommt eine Warnung — keine Sperre.
Das ist eine bewusste Abwägung: ein Trupp, der aus der Überwachung fällt, weil jemand einen Knopf gedrückt hat, ist genau das, was diese Software verhindern soll. Andererseits kann die Überwachung schlicht vergessen worden sein abzuschließen — und dann dürfte niemand den Einsatz je beenden.