Fahrzeuge
Status und Standort, Stärke, Zuordnung zum Einsatz – ein Fahrzeug gehört nie zwei Einsätzen gleichzeitig, und es lässt sich selbst entlassen.
Fahrzeuge tragen ihren FMS-Status und ihren letzten Standort. Beides kommt entweder aus der Schnittstelle oder wird von Hand gesetzt.
Fahrzeug suchen
In der Status-Ansicht der Fahrzeugseite steht oben das Feld „Fahrzeug suchen". Gesucht wird in Bezeichnung, Funkrufname, Einheit, Status-Text und Telefonnummer. Die Liste ist nach der Einheit des Fahrzeugs geordnet; Fahrzeuge ohne Einheit stehen unter „Ohne Einheit“. Umlaute dürfen ausgeschrieben werden: „loeschzug" findet „Löschzug". Die Suche arbeitet im Bestand des Geräts und funktioniert deshalb auch ohne Netz.
Material am Fahrzeug
Die Fahrzeugseite zeigt den Status. Klappen Sie ein Fahrzeug auf, steht dort sein Material. Wer ein Gerät sucht, nutzt die eigene Seite Material. Einen Reiter „Ausrüstung" auf der Fahrzeugseite gibt es nicht mehr.
Nicht jedes Fahrzeug steht auf dem Gerät
Die Verwaltung kann Fahrzeuge für die Geräte ausblenden (Portal). Ein ausgeblendetes Fahrzeug fehlt hier und in jeder Auswahl am Gerät (Einsatzmittel hinzufügen, Patienten, Protokoll, Formulare, Drohne, Karte, Materialsuche). Fehlt ein erwartetes Fahrzeug, auch in der Suche, liegt es oft daran. Einsatzmittel, die schon in einem Einsatz vergeben sind, behalten ihren Namen.
Gerät und Fahrzeug sind zwei Dinge
Ein Gerät ist ein Tablet, ein Fahrzeug ist ein Fahrzeug. Auf der Karte sind es zwei Ebenen. Zusammengelegt stünde dasselbe Fahrzeug zweimal da.
Wie ein Fahrzeug angezeigt wird
Ein Fahrzeug hat einen Funkrufnamen (z. B. „Florian Kalefeld 1/44-1") und kann zusätzlich eine Bezeichnung tragen (z. B. „HLF 20"). Ist eine Bezeichnung eingetragen, steht überall beides: in Listen und bei der Auswahl eines Fahrzeugs die Bezeichnung groß und der Funkrufname klein darunter, im Einsatzverlauf und in Rückfragen als „HLF 20 (Florian Kalefeld 1/44-1)". Ohne Bezeichnung steht nur der Funkrufname. Auf der Karte ist es eng: dort steht nur die Bezeichnung, der volle Name erscheint beim Antippen.
Die Stärke
Angegeben wird als „1/0/5" – Führer, Unterführer, Mannschaft. Die Summe wird gerechnet, nicht gespeichert: eine gespeicherte Summe ist eine zweite Wahrheit, die irgendwann abweicht.
Davon AGT: Zusätzlich lässt sich je Fahrzeug eintragen, wie viele der Besatzung Atemschutzgeräteträger sind. Diese Zahl ist in Führer, Unterführer und Mannschaft schon enthalten und wird nicht zur Gesamtstärke addiert. Sie steht am Fahrzeug („davon AGT 3") und in der Gliederung neben der Stärke („davon AGT 5", Summe über alle Fahrzeuge). Wie die drei Zahlen darf sie leer bleiben. Die Gesamtstärke des Einsatzes steht außerdem oben in den Einsatzdaten und im Einsatzbericht (Seite und PDF), dort mit „davon AGT".
Am Einsatz speichert sich die Stärke beim Tippen selbst – einen Knopf „Stärke melden" gibt es nicht mehr. Gespeichert wird kurz nach der letzten Eingabe, für jedes Fahrzeug getrennt: wer gleich danach die Stärke des nächsten Fahrzeugs einträgt, verliert die des ersten nicht.
Die drei Zahlen dürfen leer bleiben. „Nicht gezählt" ist etwas anderes als „niemand an Bord".
Wann ein Fahrzeug Einsatzmittel wird
Bei Status 3, 4, 7 oder 8 wird es dem laufenden Einsatz zugeordnet – sofern genau ein Einsatz offen ist. Hat Ihre Organisation im Manager unter Einstellungen → Fahrzeuge mit Status 3 dem neuesten Einsatz zuordnen die Option eingeschaltet, landet ein Fahrzeug mit Status 3 auch bei mehreren offenen Einsätzen im neuesten – aber nur, wenn es in keinem anderen offenen Einsatz gebunden ist. Von Hand lässt es sich am Einsatz unter den Einsatzmitteln hinzufügen.
Schon mit dem Alarm wird ein Fahrzeug Einsatzmittel, wenn die Alarmquelle es über seine ISSI oder DIVERA-Fahrzeugnummer nennt oder eine alarmierte Alarmgruppe an ihm eingetragen ist. Es steht dann als „alarmiert" im Einsatz, bis es Status 3, 4, 7 oder 8 meldet – mehr unter Einsatzmittel.
Derselbe Alarm in mehreren Einheiten
Wird jede Einheit über ihre eigene Anbindung alarmiert (etwa FeuerSoftware Connect je Standort), legt derselbe Alarm in jeder Einheit einen eigenen Einsatz an. LORVIS erkennt diese Einsätze als zusammengehörig – als Einsatzverbund – und behandelt sie wie eine Einsatzstelle:
- Ein Fahrzeug, das Status 3 meldet oder von Hand hinzugefügt wird, kommt in jeden Einsatz des Verbunds, mit Eintrag im Verlauf jedes Einsatzes.
- Wird es in einem davon entlassen, geht es in allen ab, mit demselben Grund.
- Die Nachfrage „Fahrzeug übernehmen?" kommt zwischen diesen Einsätzen nicht, und keiner nimmt dem anderen das Fahrzeug weg.
- Für die Regel „genau ein Einsatz offen" zählt der Verbund als ein Einsatz.
Zusammengehörig sind offene Einsätze Ihrer Organisation und ihrer Einheiten, die entweder dieselbe Einsatznummer tragen oder aus einer Alarmquelle stammen und Stichwort und Alarmzeit (auf die Sekunde) teilen. Die Kennung der Anbindung selbst zählt nicht – FeuerSoftware vergibt sie je Standort verschieden. Einsätze einer anderen Organisation gehören nie dazu.
Verlauf im Verbund
Einsätze, die aus einer Verteilung nach Alarmgruppen stammen oder dieselbe Einsatznummer der Leitstelle tragen, teilen zusätzlich den Verlauf: Was eine Einheit als Meldung oder Notiz einträgt, steht als Kopie auch bei den anderen, mit Herkunft („GF Meier · Einheit Nord"). Jede Einheit behält ihren eigenen Einsatz und beendet ihn selbst. Gleiche Alarmzeit mit gleichem Stichwort allein reicht dafür nicht, weil eine Verwechslung Einträge in den falschen Einsatz brächte. Bilder zu einer Meldung stehen bei allen verbundenen Einsätzen – das Foto liegt dabei nur einmal auf dem Server und zählt nur einmal zu Ihrem Speicherplatz.
Auch nachträglich: Tragen Sie die Einsatznummer erst später ein – im Einsatz oder im Manager –, werden die Einsätze ab dann verbunden und alles, was vorher schon stand, erscheint beim anderen nachträglich: Meldungen und Notizen aus dem Verlauf samt Fotos sowie Abschnitte, Zeichnungen und die übrigen geteilten Angaben. Dasselbe gilt, wenn Sie Einsätze von Hand verbinden. Nichts wird doppelt angelegt, auch wenn die Nummer mehrfach gespeichert wird. Das gilt auch in der Nachbereitung: Tragen Sie die Nummer im Manager erst ein, wenn die Einsätze schon abgeschlossen sind, wird einmalig nachgeholt – aber nur bei Einsätzen, deren Alarmzeiten höchstens zwei Tage auseinanderliegen. Danach spiegelt LORVIS nichts Neues mehr in abgeschlossene Einsätze. Die Nummer muss in beiden Einsätzen genau gleich geschrieben sein („01.2026.039182" und „39182" sind zwei Nummern).
Was im Verbund bei den anderen erscheint
Sind Einsätze verbunden, steht vieles, was eine Einheit am Einsatz anlegt, auch bei den anderen – als Kopie im eigenen Einsatz, mit Herkunft:
| Was | Sehen | Bearbeiten |
|---|---|---|
| Verlauf und Meldungen | alle | jeder schreibt, alle sehen es |
| Einsatzabschnitte, Zeichnungen, Notizen, Tafeln, Schadenskonten | alle | alle |
| Wasserförderstrecken | alle | alle |
| Atemschutz-Trupps | alle | nur die anlegende Einheit, oder nach ihrer Freigabe |
| Drohneneinsätze (Mission); Flüge, Flugspuren, Sektoren und Landestellen nur lesend | alle mit Modul Drohne | nur die anlegende Einheit; die Mission nach ihrer Freigabe |
| Patienten | nur, wenn die anlegende Einheit ihn freigegeben hat | alle, die ihn sehen |
Eine Wasserförderstrecke erscheint bei den anderen, sobald sie einem Einsatz zugeordnet ist; eine vorausgeplante Strecke ohne Einsatz bleibt bei Ihnen. Beim Zuordnen kommt die Kopie samt Linie und Abschnitt dazu.
Ändert eine Einheit etwas, das für alle bearbeitbar ist, gilt es in allen verbundenen Einsätzen; löscht sie ein einzelnes geteiltes Objekt (etwa einen Abschnitt), verschwindet es in allen verbundenen offenen Einsätzen. Aus einem abgeschlossenen Einsatz wird nichts mehr gelöscht, und ein Löschen dort wird nicht weitergegeben. Jede Einheit beendet nur ihren eigenen Einsatz. Entfernt eine Einheit im Manager ihren ganzen Einsatz, bleiben die geteilten Angaben (Abschnitte, Zeichnungen, Notizen …) in den Einsätzen der anderen stehen, ebenso Meldungen und Fotos.
„Wird gerade bearbeitet". Öffnet eine Einheit einen geteilten Patienten, Abschnitt oder eine Förderstrecke zum Bearbeiten, sieht eine andere Einheit mit demselben Objekt einen Hinweis: „Einheit Nord bearbeitet gerade (seit 14:32)". Es bleibt ein Hinweis, keine Sperre: Speichern geht trotzdem, und Änderungen beider Seiten werden zusammengeführt. Der Hinweis braucht Netz; ohne Netz gibt es ihn nicht – und auch keine Sperre. Beim reinen Anhängen, etwa im Verlauf, kommt er nicht, dort stört niemand den anderen.
Einsätze von Hand verbinden
Bekommen zwei Einheiten denselben Alarm über getrennte Anbindungen und tragen keine gleiche Einsatznummer, verbinden sie sich nicht von selbst. Dann geht es von Hand, im Einsatz unter den Einsatzdaten in der Karte Verbund:
- Mit Einsatz einer anderen Einheit verbinden wählen. Gezeigt werden die offenen Einsätze der anderen Einheiten Ihrer Organisation, nur mit Stichwort, Zeit und Ort.
- Anfragen. Die andere Einheit sieht die Bitte in ihrem Einsatz.
- Erst wenn sie Verbinden wählt, werden Verlauf und Lage geteilt. Mit Ablehnen bleibt alles getrennt; eine eigene Bitte lässt sich zurücknehmen.
Verbindung lösen kann jede Einheit jederzeit. Die übrigen bleiben untereinander verbunden, und eine gelöste Verbindung verbindet sich auch bei gleicher Einsatznummer nicht von selbst wieder. Verbinden und Lösen gehen nur mit Netz und nur innerhalb Ihrer Organisation.
Fahrzeuge der Organisation lassen sich auch in Einsätze ihrer Einheiten einbuchen – über den Status wie von Hand. Fahrzeuge einer Einheit bleiben in den Einsätzen dieser Einheit.
Ein Statuswechsel nimmt es nie heraus. „Funkfrei" heißt wieder verfügbar, nicht „war nie dabei" – im Bericht muss stehen, wer da war.
Ein Fahrzeug gehört nie zwei Einsätzen
Ein Fahrzeug kann immer nur einem Einsatz gleichzeitig als Einsatzmittel angehören – beziehungsweise einem Einsatzverbund (siehe oben). Wird es einem neuen Einsatz zugeordnet – von Hand oder über den Status –, geht es bei dem Einsatz ab, bei dem es bis dahin noch geführt war. Dort steht im Verlauf „Einsatzmittel einem anderen Einsatz zugeteilt".
Wer am Gerät ein Fahrzeug hinzufügt, das noch bei einem anderen Einsatz geführt wird, bekommt vorher eine Nachfrage „Fahrzeug übernehmen?" mit dem Namen des anderen Einsatzes. Ohne Bestätigung passiert nichts. Die Nachfrage kommt auch ohne Netz – das Gerät prüft gegen seinen eigenen Bestand.
Eine reine Stärkemeldung an ein Fahrzeug, das schon zum Einsatz gehört, löst dagegen nichts aus.
Ein Fahrzeug entlassen
Jedes aufgeklappte Einsatzmittel hat einen Knopf „Entlassen". Nach einer Rückfrage verschwindet das Fahrzeug aus der Gliederung dieses Einsatzes. Der Abgang bleibt dokumentiert – mit Grund: entlassen oder einem anderen Einsatz zugeteilt.
Was im Einsatzverlauf steht
Jede Änderung an den Einsatzmitteln schreibt LORVIS selbst in den Einsatzverlauf, mit Uhrzeit und „LORVIS" als Verfasser:
| Ereignis | Eintrag |
|---|---|
| Fahrzeug kommt dazu | Einsatzmittel hinzugefügt: Name |
| Fahrzeug wird entlassen | Einsatzmittel entlassen: Name |
| Fahrzeug geht an einen anderen Einsatz | Einsatzmittel einem anderen Einsatz zugeteilt: Name |
| Jede Statusmeldung, solange das Fahrzeug im Einsatz geführt wird | Name: Status Zahl – Kurztext |
Name ist Bezeichnung und Funkrufname, z. B. „Einsatzmittel hinzugefügt: HLF 20 (Florian Kalefeld 1/44-1)". Einträge von vor dem 24.09.2026 behalten ihren damaligen Text.
Seit dem 25.09.2026 steht jeder Status eines geführten Fahrzeugs im Verlauf, auch 1 und 2, etwa „HLF 20 (Florian Kalefeld 1/44-1): Status 2 – An Wache" – mit der gemeldeten Uhrzeit des Status. An den Einsatz gebunden wird ein Fahrzeug dadurch nicht: Das tun weiterhin nur die Status 3, 4, 7 und 8. Ein Fahrzeug, das im Einsatz nicht geführt wird, schreibt mit Status 1 oder 2 nichts in dessen Verlauf.
Ein Fahrzeug, das per Status auf dem Server zugeordnet wird, erscheint in einem gerade geöffneten Einsatz mit dem nächsten Abgleich (spätestens nach einer Minute) – ohne Neuladen. Eine Stärke, die Sie gerade eintragen, wird dabei nicht überschrieben.
Warum der Funkrufname manchmal gesperrt ist
Zugeordnet wird über die Kennung beim Absender, dann die ISSI, dann den Namen. Ein Funkrufname ändert sich beim Umbenennen, eine ISSI nicht – deshalb ist der Funkrufname eines Fahrzeugs aus einer Schnittstelle im Portal gesperrt. Sonst risse eine Umbenennung die Zuordnung ab.
Sonderausrüstung
Material wird aus einem Katalog zugeordnet, nicht frei getippt. Frei getippt entstehen „Motorsäge", „Kettensäge" und „Motorkettensäge" nebeneinander – und die Suche fällt genau dann durch, wenn sie zählt.
Die Menge darf leer bleiben: „vorhanden" ist die Auskunft, um die es an der Einsatzstelle geht. Eine erfundene 1 wäre eine Angabe, die niemand geprüft hat.
Was nicht gespeichert wird
| Warum | |
|---|---|
| Die Gesamtstärke | Wird gerechnet |
| Die Bewegungsspur | Nur die letzte Position. Statusverlauf ja, Spur nein |
| Die Zeitleiste im Portal | Wird aus Meldungen, Statuswechseln und Zu-/Abgängen abgeleitet |
Der Statusverlauf ist nur online
Er geht nicht über den Abgleich mit – auf dem Gerät steht das auch so dran.
Der Verlauf zeigt je Fahrzeug die letzten 15 Statuswechsel, jeweils mit Datum und Uhrzeit, etwa „22.09.26, 14:05". Dieselbe Schreibweise steht bei den Fahrzeugen auf der Karte und im Einsatzbericht im Portal. Mehr als 15 Einträge liefert auch die Geräte-API nicht.
Fremdkräfte suchen
Fahrzeuge anderer Organisationen (Fremdkräfte) stehen nicht in der Statusliste, weil sie keinen Status und keinen Standort haben. Gibt es auf dem Gerät Fremdkräfte, steht unter der Statusliste ein eigenes Feld „Fremdkraft suchen“. Ab mindestens zwei Zeichen erscheint darunter der Abschnitt Fremdkräfte mit den Treffern (höchstens 50, der Rest ist ausgewiesen). Gesucht wird in Funkrufname, Bezeichnung, Organisation, ISSI und Telefon – ohne Netz, im Bestand des Geräts. Mehrere Wörter dürfen in beliebiger Reihenfolge stehen: „rw northeim“ findet „RW 2 FTZ Northeim“. Die Telefonnummer lässt sich antippen.
Einsätze
Einsatzverlauf, Einsatzmittel und Meldungen am Gerät – neueste Einträge oben, automatische Einträge bei Fahrzeugwechseln und jedem Fahrzeugstatus, Fotos als Anhang, auch im Funkloch.
Material suchen und Lagerorte
Material suchen und Lagerorte einsehen – wer führt ein Gerät, was liegt im Feuerwehrhaus? Aus dem Bestand auf dem Gerät, auch ohne Netz.