Einstellungen der Organisation
Anschrift, Kartenmittelpunkt, Module und die Regeln, nach denen ein Einsatz von selbst zugeht.
Name, Anschrift und Zuschnitt einer Organisation lagen früher beim Betreiber – wer umzog oder einen Ortsteil dazubekam, musste anrufen. Jetzt pflegt die Organisation das selbst.
Der Kartenmittelpunkt
Der wichtigste einzelne Wert auf dieser Seite. Ohne ihn öffnet jede Kartenansicht irgendwo – bei einer Organisation im Solling hilft ein Kartenausschnitt von Berlin niemandem. Er steht mit der Anschrift zusammen, lässt sich aber auch unabhängig auf der Karte antippen.
Die Kennung ändert die Adresse. Der „Kurzname" (die Kennung in Webhook-Adressen für Alarmierungsanbieter) zieht mit einer Umbenennung automatisch mit, sofern er nicht ausdrücklich eigenständig gesetzt ist. Jede eingerichtete Alarmquelle ruft nach einer Umbenennung ins Leere, bis sie mit der neuen Adresse nachgezogen ist – die Oberfläche warnt vorher und lässt bestätigen.
Bundesland
Nicht nur eine Anschriftsangabe: daran hängen die Warnstufen des DWD und die Feiertagsregeln für die Warnkarte. Eine falsche oder fehlende Angabe lässt die Warnkarte ihr Land nie finden – ohne dass etwas fehlschlägt, es bleibt nur aus.
Wann ein Einsatz von selbst zugeht
Eine feste Stundenzahl (6, 12, 24, 48 oder 72) nach der letzten Aktivität, oder „aus". Zwei Zusatzregeln:
-
Auf alle Einsätze anwenden – vorgegeben an, damit eine Organisation ohne gesetzten Wert dasselbe Verhalten behält wie bisher.
-
Auch bei Status 2 (An Wache) automatisch schließen – ebenso vorgegeben an. Sind alle Fahrzeuge des Einsatzes wieder auf Status 2 und kein Atemschutztrupp mehr draußen, schließt der Einsatz. Darunter wählen Sie, wann: sofort (Vorgabe), nach 30 Minuten oder nach 1, 2, 4, 6 oder 12 Stunden. Rückt in der Wartezeit ein Fahrzeug wieder aus, beginnt sie beim nächsten Status 2 von vorn.
Alarmiert, aber nicht ausgerückt: ein Fahrzeug, das die Alarmierung nur angehängt hat und nie ausrückt, hält den Einsatz nicht offen. Für es zählt die Wartezeit ab dem Zeitpunkt, an dem es dem Einsatz hinzugefügt wurde. Sind andere Fahrzeuge ausgerückt, schließt der Einsatz wie gewohnt, wenn alle wieder auf Status 2 stehen und die Wartezeit seit dem letzten Zurückmelden vergangen ist.
Einheiten erben diese Einstellungen. Frist, „für welche Einsätze", Abschluss bei Status 2 samt Wartezeit und die Zuordnung per Status 3 gelten in jeder Einheit so, wie die Hauptorganisation sie eingestellt hat – ändert die Hauptorganisation etwas, gilt es in der Einheit mit. Eine Einheit kann jede Einstellung für sich ändern; zurück geht es mit der Wahl „Wie … (zurzeit …)" mit dem Namen der Hauptorganisation.
Atemschutz: Fristen prüfen
Im Reiter Einsätze, vorgegeben an. LORVIS bewertet dann, ob ein Atemschutzgeräteträger einsatzbereit ist: G 26.3, Streckendurchgang, Übung/Einsatz und theoretische Unterweisung müssen eingetragen und gültig sein (siehe Personal). Fehlt ein Wert, ist der Träger nicht einsatzbereit.
Wer die Nachweise nicht in LORVIS führt, schaltet das aus: dann zählt allein die Qualifikation „Atemschutzgeräteträger“, die Termine werden nicht bewertet und auf den Geräten nicht angezeigt, und die Startseite mahnt keine Nachweise an. Die Geräte übernehmen die Änderung mit dem nächsten Abgleich. Einheiten richten sich nach der Hauptorganisation; dort lässt sich der Schalter nicht ändern.
Fristen: Erinnerung per E-Mail
Unter Einstellungen → Einsätze tragen Sie Empfänger ein, eine Adresse je Zeile. Jeden Montag um 7 Uhr bekommen sie eine Sammelmail mit allem, was überfällig ist oder in den nächsten 30 Tagen fällig wird:
- Fahrzeuge: Fristen wie HU, UVV oder Leiterprüfung – je Fahrzeug und Frist.
- Material: Prüfungen, die überfällig oder noch nie gemacht sind, und solche, die bald anstehen.
- Personal: nur als Anzahl („3 überfällig, 2 bald fällig"), ohne Namen. Die Namen stehen im Portal unter Personal → Fristen.
Ist nichts fällig, kommt keine Mail. Bleibt die Liste leer, gibt es keine Erinnerung – die Fristen stehen dann wie bisher nur im Portal.
Fahrzeuge mit Status 3 dem neuesten Einsatz zuordnen
Im selben Reiter, vorgegeben aus.
- Aus: Ein Fahrzeug, das Status 3, 4, 7 oder 8 meldet, wird nur dann von selbst Einsatzmittel, wenn genau ein Einsatz offen ist. Sind mehrere offen, ordnen Sie es von Hand zu – lieber keiner als der falsche.
- Ein: Meldet ein Fahrzeug Status 3, wird es Einsatzmittel des zuletzt alarmierten offenen Einsatzes Ihrer Organisation – auch wenn mehrere Einsätze gleichzeitig offen sind. Ist es schon in einem anderen offenen Einsatz gebunden, bleibt es dort, und die Statusmeldung zählt für diesen Einsatz. Aus einem bereits geschlossenen Einsatz, in dem es nie entlassen wurde, wird es übernommen.
Jede Zuordnung steht im Einsatzverlauf („Einsatzmittel hinzugefügt: Name"). Die Status 4, 7 und 8 folgen weiter der Regel „genau ein offener Einsatz".
Patientenkennung
Wie Patientinnen und Patienten am Einsatz durchnummeriert werden – ein frei wählbares Kürzel (Vorgabe „P") plus eines von zwei Schemata:
| Schema | Bedeutung |
|---|---|
| Fortlaufend über den Einsatz | P1, P2, P3 … – der kurze Weg, richtig bei einem Gerät |
| Je Fahrzeug, mit dessen Namen davor | Bei einem MANV mit mehreren, oft netzgetrennten Fahrzeugen – sonst vergeben zwei Geräte beide „P3" |
Eine Kennung gibt es je Einsatz nur einmal. Tippen Sie am Gerät eine schon vergebene ein, erscheint „„P3“ ist in diesem Einsatz schon vergeben.“ mit dem Knopf „P3 öffnen“. Vergeben zwei Geräte im Funkloch dieselbe Kennung, bleiben beide Patienten erhalten; die Liste zeigt bei ihnen „Kennung doppelt – prüfen“, und die Bilanz zählt die Kennung nur einmal.
Module
Im Reiter Bereiche – nur in der Hauptorganisation; eine Einheit hat diesen Reiter nicht und arbeitet mit den Modulen der Hauptorganisation. Der vollständige Katalog steht hier, auch was noch nicht gebucht ist – damit sichtbar bleibt, was es gibt, ohne dass sich davon etwas buchen ließe. Grundausstattung lässt sich nicht abwählen. Details unter Module schalten.
Kartenebenen und Zoomstufen
Je Kartenebene eine Mindest- und eine Höchstzoomstufe – wirkt beim nächsten Abgleich auf jedem Gerät. Vertauschte Grenzen dreht das System selbst um.
Meldung bei defekten Löschwasserentnahmestellen
Bis zu zehn E-Mail-Adressen, die benachrichtigt werden, sobald jemand im Fahrzeug einen Hydranten als eingeschränkt oder defekt meldet – zusätzlich zum Eintrag im Bestand unter Wasserversorgung.