Pegelüberwachung
Pegel aus amtlichen Quellen oder eigene Messstellen überwachen – Schwellen, Alarm per E-Mail, Entwarnung, Werte von Hand eintragen und PDF-Bericht für einen Zeitraum.
Mit dem Modul Pegelüberwachung behalten Sie die Pegel im Auge, die für Ihr Gebiet zählen, und legen fest, ab welchem Wert es ernst wird. Steigt ein Pegel über eine Schwelle, geht eine E-Mail an die Empfänger; fällt er wieder und bleibt unten, meldet LORVIS auf Wunsch Entwarnung. Die Seite finden Sie im Portal unter Karte & Gelände → Pegelüberwachung, die Übersicht im Fahrzeug unter Pegel. Alle Pegel stehen auf allen Geräten der Einheit – die, die Sie hier festlegen, und die, die ein Gerät selbst hinzufügt. Hier legt die Verwaltung die Empfänger und Schwellen fest; Pegel, die ein Gerät angelegt hat, haben zunächst keine Empfänger.
Keine amtliche Warnung. LORVIS vergleicht die Werte der Quelle mit Ihren Schwellen. Den Hochwassermeldedienst und die Leitstelle ersetzt es nicht. Die Werte sind ungeprüfte Rohdaten und erscheinen mit der Verzögerung der Quelle (meist 15 Minuten).
Pegel hinzufügen
- Pegel hinzufügen wählen.
- Die Quelle wählen – die Bundeswasserstraßen (PEGELONLINE), Nordrhein- Westfalen, Hessen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz oder das Hochwasserportal der Länder (nur Ampel, kein Messwert). Welche Quellen es gibt und was sie liefern, steht bei der Kachel „Hochwasserpegel".
- Im Feld Pegel suchen den Namen oder das Gewässer eintippen und den Pegel aus der Liste wählen.
- Schwellen und Empfänger eintragen, speichern.
Statt einer Quelle lässt sich auch Eigene Messstelle (Werte von Hand) wählen – für Gewässer ohne Pegelstation, etwa einen kleinen Bach. Dann vergeben Sie Namen und optional eine Notiz, und die Werte tragen Sie oder ein Gerät selbst ein (siehe Werte und Bericht). Eine Messstelle hat immer eigene Schwellen.
LORVIS prüft den Pegel gleich einmal. Steht er schon über einer Schwelle, geht sofort die erste Mail.
Welche Stufen gelten: eigene oder amtliche
Je Pegel wählen Sie, woher die Stufen kommen. Vorgewählt sind die amtlichen Stufen, sobald es für den Pegel welche gibt; sonst steht „Eigene Schwellen“ da:
- Eigene Schwellen – Sie legen in Zentimetern fest, ab wann es ernst wird (siehe unten). Das geht bei jeder Quelle. Mindestens eine Schwelle muss eingetragen sein – ohne Schwelle würde die Überwachung nie etwas melden.
- Amtliche Stufen der Quelle – die Quelle sagt selbst, welche Stufe gilt: die Meldestufe (Niedersachsen) oder die Ampelklasse des Hochwasserportals der Länder, das alle Bundesländer abdeckt. Eigene Zahlen sind dann nicht nötig, und Alarm und Entwarnung gehen nach der Stufe der Quelle; die Mail nennt sie mit dem Namen, den die Quelle ihr gibt. Bei den anderen Quellen (Bundeswasserstraßen, NRW, Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Rheinland-Pfalz) ist die Wahl ausgegraut – sie nennen keine Stufe. Dort nehmen Sie eigene Schwellen, oder Sie legen denselben Pegel über das Hochwasserportal der Länder an. Nennt die Quelle zeitweise keine Stufe, gilt das als Fehler und nicht als „Stufe 0“: es gibt keine Entwarnung aus einer Lücke.
Was die Quelle an amtlichen Stufen nennt
Sobald Sie im Formular einen Pegel gewählt haben, zeigt LORVIS darunter, was es für genau diesen Pegel an amtlichen Stufen gibt – dieselbe Zeile steht später in der Liste:
| Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
| Amtliche Stufen: Meldestufe 1 ab 270 cm … | Die Quelle nennt die Stufen mit Werten (derzeit Niedersachsen). Mit Als eigene Schwellen übernehmen setzen Sie sie als Ihre Schwellen ein; den Voralarm gibt es amtlich nicht, er bleibt frei. |
| Amtlich: … | Die Quelle nennt nur die gerade geltende Stufe (Hochwasserportal der Länder, Rheinland-Pfalz), keine Werte. |
| Keine amtlichen Stufen für diesen Pegel | Die Quelle kennt amtliche Stufen, dieser Pegel hat aber keine (etwa ein Pegel ohne Meldestufen). Eigene Schwellen festlegen. |
| Keine amtlichen Stufen bei dieser Quelle | Die Quelle nennt gar keine. Eigene Schwellen festlegen – oder denselben Pegel über das Hochwasserportal der Länder wählen. |
Pegel über einen Link finden
Im Formular gibt es das Feld Oder einen Link einfügen. Fügen Sie dort die Adresse der Seite Ihres Pegels beim Land ein (Pegelportal Brandenburg, HND Bayern, HVZ Baden-Württemberg und so weiter), findet LORVIS den Pegel im Hochwasserportal der Länder und trägt ihn samt Quelle ein. So kommen Sie auch an Pegel der Länder, deren eigene Seiten LORVIS nicht liest: gelesen wird allein das Hochwasserportal der Länder (dort stehen die Adressen aller Länder), mit der Ampel statt der Messwerte. Findet sich zur Adresse kein Pegel, sagt das Feld es.
Eigene Schwellen
Bis zu vier Stufen je Pegel, in Zentimetern und von Stufe zu Stufe höher:
| Stufe | Bedeutung |
|---|---|
| Voralarm | Der Pegel steigt in einen Bereich, den man beobachten will. |
| Meldestufe 1 bis 3 | Ihre eigenen Stufen – etwa die amtlichen Meldestufen des Pegels. |
Es müssen nicht alle vier gesetzt sein. Ein Wert unter allen Schwellen heißt Normal.
Alarm und Entwarnung
- Alarm: Erreicht der Pegel eine höhere Stufe als zuletzt gemeldet, geht eine Mail für die höchste erreichte Stufe – auch wenn er mehrere Stufen auf einmal übersprungen hat. Steht er unverändert über der Schwelle, kommt keine zweite Mail.
- Entwarnung: Liegt der Pegel nach einem Alarm so lange ununterbrochen unter der ersten Schwelle, wie Sie bei Entwarnung nach (Minuten) eingestellt haben, geht auf Wunsch eine Entwarnung an dieselben Empfänger. Schwankt der Pegel um die Schwelle, beginnt die Wartezeit jedes Mal neu – es kommt keine vorschnelle Entwarnung. Danach ist der Pegel wieder scharf: ein erneuter Anstieg wird wieder gemeldet.
- Fehler der Quelle: Antwortet die Quelle nicht, ändert sich nichts – es gibt weder Alarm noch Entwarnung aus einer Lücke. Der Fehler steht in der Liste am Pegel.
Die Mail nennt die erreichte Stufe, den Pegel, den Wert samt Messzeit, die Schwelle und alle Stufen des Pegels, dazu Datenquelle und den Hinweis „Keine amtliche Warnung". Mit Testalarm senden schicken Sie eine Probe an die Empfänger; sie ist als Testalarm gekennzeichnet und ändert nichts am Zustand.
Die Liste
Die Liste zeigt je Pegel den letzten Wert, die Stufe (seit wann), die Schwellen und die Zahl der Empfänger, die dringendsten zuerst. Jetzt prüfen holt den Wert sofort, ohne den nächsten Lauf abzuwarten. Ein abgeschalteter Pegel wird nicht geprüft und erscheint nicht im Fahrzeug.
Geprüft wird alle fünf Minuten.
Werte und Bericht
Je Pegel steht in der Liste bei einer eigenen Messstelle Werte und PDF, sonst Bericht (PDF).
Werte eintragen (eigene Messstelle): Wasserstand in Zentimetern, Zeitpunkt und optional eine Notiz; eingetragene Werte lassen sich wieder löschen. Die Rückfrage dazu erscheint im eigenen Dialog. Die Werte stehen sofort auf allen Geräten. Geräte tragen auch im Funkloch Werte ein; sie warten im Gerät und gehen später raus. Alarm, Stufen und Entwarnung laufen wie bei Pegeln aus einer Quelle mit den eigenen Schwellen; die Mail geht an die Empfänger, die Sie hier setzen. Es zählt der jüngste Wert.
Bericht als PDF: für jeden Pegel, für einen Zeitraum (von und bis). Er enthält Kennzahlen, ein Diagramm mit den Schwellen und die Werteliste. Bei Pegeln aus einer Quelle stehen nur die Werte darin, die LORVIS seit dem Anlegen des Pegels mitgeschrieben hat (höchstens alle zehn Minuten ein Wert, 13 Monate aufbewahrt); von Hand eingetragene Werte bleiben erhalten. Liegen im Zeitraum keine Werte vor, sagt der Bericht es. Den Bericht gibt es auch am Gerät, siehe Pegel im Fahrzeug.