Fahrzeuge verwalten
Der Fuhrpark, sein FMS-Status und sein Statusverlauf – das Material liegt woanders.
Die Verwaltung des Fuhrparks: anlegen, benennen, dem FMS-Status folgen, den Verlauf einsehen. Was ein Fahrzeug führt – Motorsäge, Spineboard, Sonderausrüstung –, wird nicht hier, sondern unter Material gepflegt; ein Verweis dorthin steht in der Maske, die der Knopf Material je Fahrzeug öffnet.
Modul Fahrzeuge. Fehlt es auf einem Gerät, kommen beim Abgleich weder Fahrzeuge noch Materialkatalog noch Zuordnungen an – die PWA-Seite unterscheidet dabei ausdrücklich „noch kein Modul" von „noch nichts abgeglichen", statt in jedem leeren Zustand pauschal „kein Fahrzeug im Bestand" zu behaupten.
Welche Fahrzeuge auf den Geräten erscheinen
Jedes Fahrzeug trägt in der Liste drei Schalter nebeneinander: „Im Dienst", „Standort auf Karte" und „Auf Geräten". Jeder speichert sofort.
- Im Dienst: Aus heißt ausgemustert – das Fahrzeug steht dann unter „Ausgemustert".
- Standort auf Karte: Die Position des Fahrzeugs steht auf der Karte der Geräte, solange es sie meldet.
- Auf Geräten: Ist er gesetzt, steht das Fahrzeug auf den Geräten Ihrer Organisation zur Verfügung.
Nehmen Sie „Auf Geräten" heraus, ist das Fahrzeug dort ausgeblendet: Es erscheint auf den Geräten in keiner Liste und keiner Auswahl – nicht in der Fahrzeugübersicht, nicht bei „Einsatzmittel hinzufügen", nicht in den Auswahlen für Patienten, Protokoll, Formulare und Drohne, nicht auf der Karte und nicht in der Materialsuche.
Das ist nützlich, wenn eine Alarmquelle oder eine andere Einheit Fahrzeuge liefert, die auf Ihren Geräten nichts zu suchen haben.
- Ausgeblendet ist nicht ausgemustert. Ein ausgemustertes Fahrzeug ist nicht mehr im Dienst. Ein ausgeblendetes bleibt im Dienst, im Portal sichtbar und über Schnittstellen aktualisierbar – nur die Geräte zeigen es nicht an.
- Laufende Einsätze bleiben lesbar: Einsatzmittel, die schon in einem Einsatz vergeben sind, behalten ihren Namen, auch wenn das Fahrzeug später ausgeblendet wird.
- Eine Einstellung für alle Geräte: Es gibt keine Auswahl je Gerät. Die Änderung kommt mit dem nächsten Abgleich auf die Geräte.
- Neue Fahrzeuge sind zunächst auf den Geräten sichtbar.
Suchen, filtern, auf einmal umschalten
Über der Liste stehen ein Suchfeld (Name, Einheit, ISSI, Quelle) und die Filter Alle, Auf den Geräten und Ausgeblendet. Daneben zeigt der Zähler, wie viele Fahrzeuge es sind, etwa „12 von 30 auf den Geräten".
Mit „Auf Geräten anzeigen" und „Ausblenden" schalten Sie die gerade gefilterte Liste auf einmal um – etwa alle Fahrzeuge einer Quelle. Die Zahl der betroffenen Fahrzeuge steht davor.
Alarmgruppen (RIC)
Beim Anlegen und Bearbeiten eines Fahrzeugs gibt es das Feld Alarmgruppen (RIC) (optional). Tragen Sie dort die Alarmgruppen ein, auf die das Fahrzeug alarmiert wird, mehrere durch Komma oder Semikolon getrennt, etwa „Musterstadt Sirene, Info Musterstadt".
Wird eine davon alarmiert, steht das Fahrzeug sofort als „alarmiert" im Einsatz – nicht erst, wenn es Status 3 meldet. Das gilt für Alarme, die über eine Alarmschnittstelle ankommen.
- Groß- und Kleinschreibung und Leerzeichen zählen nicht. Meldet die Alarmquelle „Divera-Gruppen: Info Musterstadt", passt auch „Info Musterstadt" – wie bei den Alarmgruppen eines Geräts.
- Leer heißt: keine Zuordnung über die Alarmgruppe. Anders als ein Gerät, das ohne Alarmgruppen jeden Alarm bekommt, wird ein Fahrzeug ohne Eintrag nie über eine Alarmgruppe angehängt.
- Nur die Alarmgruppe am Fahrzeug zählt. Eine Alarmgruppe, die nur an einem Gerät steht, hängt das Fahrzeug nicht an – ein Gerät soll auch nur eine Info bekommen können, ohne dass sein Fahrzeug gleich im Einsatz steht.
- Außer Dienst („Im Dienst" aus) wird ein Fahrzeug über die Alarmgruppe nicht angehängt.
- Fahrzeuge aus einer Schnittstelle (etwa FeuerSoftware oder DIVERA) lassen sich hier ebenfalls mit Alarmgruppen versehen. Für FeuerSoftware Connect, das im Alarm keine Fahrzeuge nennt, ist das der Weg.
- Kommt der Alarm in einer Einheit an, zählen auch die Fahrzeuge der Hauptorganisation.
Geräte dieses Fahrzeugs mitalarmieren
Unter dem Feld steht der Haken „Geräte dieses Fahrzeugs mitalarmieren". Ist er gesetzt, bekommen die Geräte, die diesem Fahrzeug zugeordnet sind (unter Geräte „Verknüpftes Fahrzeug"), den Alarm dieser Alarmgruppen ebenfalls – Benachrichtigung, Anzeige und Ton, genau so, als stünden die Alarmgruppen am Gerät. Sie tragen die Alarmgruppe also nur einmal, am Fahrzeug, ein.
- Neue Fahrzeuge haben den Haken gesetzt.
- Die Alarmgruppen des Geräts gelten weiter. Das Gerät bekommt die Alarme seiner eigenen Alarmgruppen und die des Fahrzeugs.
- Ein Gerät ohne eigene Alarmgruppen bekommt mit dem Haken nur noch die Alarmgruppen des Fahrzeugs – nicht mehr jeden Alarm. Das ist dieselbe Wirkung wie eine am Gerät eingetragene Alarmgruppe. Soll ein Gerät weiter alles bekommen, nehmen Sie den Haken heraus.
- Auch die Einsatzliste folgt der Alarmgruppe. Ein alarmierter Einsatz erscheint nur auf Geräten, zu deren (wirksamen) Alarmgruppen er passt – siehe Welche Einsätze ein Gerät sieht.
- Ohne Alarmgruppe am Fahrzeug wirkt der Haken nicht.
- Ohne Haken zählen für die Geräte nur ihre eigenen Alarmgruppen; das Fahrzeug wird trotzdem über seine Alarmgruppe an den Einsatz gehängt.
- Bestehende Fahrzeuge: Der Haken wurde am 10.10.2026 überall gesetzt, wo er nichts verändert. Bei Fahrzeugen, die schon Alarmgruppen und ein zugeordnetes Gerät hatten, ist er zunächst aus – sonst hätte das Gerät über Nacht andere Alarme bekommen. Setzen Sie ihn dort, wenn Sie die Alarmgruppen nur noch am Fahrzeug pflegen wollen.
Der Import kennt beide Spalten ebenfalls (Kopf „Alarmgruppen", „Alarmschleifen", „Schleifen", „RIC" oder „RICs"; „Geräte mitalarmieren" mit ja oder nein, leer heißt ja).
Die Gesamtstärke wird nicht gespeichert
In „1/0/5/6" sind drei Zahlen einzeln erfasst – Führer, Unterführer, Mannschaft – und die vierte, die Gesamtstärke, wird bei jeder Anzeige gerechnet, nicht festgehalten. Eine gespeicherte Summe wäre eine zweite Wahrheit, die irgendwann von den drei Einzelwerten abweicht. Alle drei Felder dürfen leer bleiben: „nicht gezählt" ist etwas anderes als „niemand an Bord", und beide sollen sich unterscheiden lassen.
Dazu kommt „davon AGT", die Zahl der Atemschutzgeräteträger. Sie ist in den drei Zahlen schon enthalten und wird nie addiert; in der Einsatzakte steht sie unter „Gesamtstärke" als „davon AGT" und lässt sich dort je Einsatzmittel nachtragen.
Statusverlauf: nur echte Änderungen
Ein Statuseintrag entsteht nur, wenn sich die Ziffer und der gemeldete
Zeitpunkt wirklich ändern. Das war nicht immer so: Weil status_at in der
Datenbank auf ganze Sekunden gerundet wird, aber mit dem ungerundeten
gemeldeten Wert verglichen wurde, schrieb ein automatischer Abgleich früher
bei jedem Durchlauf einen neuen Eintrag mit derselben Ziffer – an einem Tag
über 400 000 Zeilen, ein einzelnes Fahrzeug 8993-mal denselben Status. Seit
der Korrektur zeigt der Verlauf nur noch die letzten 15 Einträge, nicht
mehr zweihundert. Jeder Eintrag trägt Datum und Uhrzeit, etwa
„22.09.26, 14:05"; dieselbe Schreibweise gilt auf der Karte, auf der
Fahrzeugseite am Gerät und im Einsatzbericht.
Ein Fahrzeug wird nie automatisch aus dem Einsatz genommen
Status 3, 4, 7 oder 8 macht ein Fahrzeug zum Einsatzmittel eines laufenden Einsatzes, ebenso der Alarm selbst (ISSI, DIVERA-Fahrzeugnummer oder Alarmgruppe). „Funkfrei" (zurück auf Status 2) heißt wieder verfügbar, nicht „war nie dabei" – im Einsatzbericht muss stehen, wer tatsächlich da war. Ein Fahrzeug verschwindet aus der Einsatzmittelliste deshalb nur, wenn es dort ausdrücklich entfernt wird.
Entfernen ohne Wartegefühl
Eine Entfernung hält die Anfrage acht Sekunden lang zurück, bevor sie wirklich gesendet wird (Rücknahme möglich). Die Zeile verschwindet dabei sofort aus der Liste – der Server erfährt erst nach den acht Sekunden davon. Nimmt jemand in der Zwischenzeit zurück, taucht sie an derselben Stelle wieder auf: Es wurde ja nie etwas verschickt.
Zuordnung, aus beiden Richtungen
Material lässt sich sowohl von hier aus einem Fahrzeug zuordnen (aus dem bestehenden Katalog anhaken, mit Menge und Hinweis) als auch von der Materialseite aus mehreren Fahrzeugen gleichzeitig zuweisen – beide Wege schreiben dieselben Zeilen im selben Bestand.
Fahrzeuge und Einheiten
Jedes Fahrzeug lässt sich einer Einheit zuordnen (Feld Einheit). Die Einheit ist der einzige Ordnungsbegriff am Fahrzeug – das frühere freie Feld „Gruppe“ gibt es seit dem 10.10.2026 nicht mehr, eingetragene Gruppen-Texte sind entfallen. Auf den Geräten ist die Fahrzeugliste nach Einheit geordnet.
Was die Zuordnung bewirkt:
- Die Einheit sieht und pflegt das Fahrzeug. Im Manager der Einheit steht es mit dem Hinweis „von“ und dem Namen der Hauptorganisation (etwa „von Stadt Musterstadt“); Status, Angaben, die drei Schalter und die Fristen pflegt sie selbst. Eine Frist, die die Einheit einträgt, sieht auch die Hauptorganisation – es gibt je Fahrzeug nur eine Fristenliste.
- Bei der Hauptorganisation bleiben: die Zuordnung zur Einheit selbst, das Entfernen des Fahrzeugs und sein Material (der Materialkatalog gehört der Hauptorganisation).
- Die übrigen Fahrzeuge der Hauptorganisation sieht die Einheit nur schreibgeschützt – und nur, wenn ihr der Bereich „Fahrzeuge“ freigegeben ist (Was eine Einheit sieht).
- Im Einsatz sieht jede Einheit jedes Fahrzeug, das dem Einsatz hinzugefügt wurde – unabhängig von der Zuordnung.
- Auf der Karte der Geräte stehen alle Fahrzeuge der Organisation, auch die der Hauptorganisation und der anderen Einheiten.
Im Import heißt die Spalte Einheit (auch „Ortsfeuerwehr“ oder „Gruppe“ werden erkannt) und nennt die Einheit über ihren Namen; ein Name, den es nicht gibt, bleibt leer.
Fristen der Fahrzeuge
Oben auf der Seite führt Fristen zu einer Übersicht dessen, was ein Fahrzeug zu einem Datum braucht: Hauptuntersuchung (HU), Abgasuntersuchung, UVV-Prüfung, Leiter- oder Pumpenprüfung, Wartung – jede Frist mit eigenem Titel (frei tippbar, gängige stehen als Vorschlag), Fälligkeitstag und auf Wunsch einem Intervall in Monaten. Mehrere Fristen je Fahrzeug sind möglich.
Die Übersicht zählt oben überfällig, in 30 Tagen fällig, in Frist und erledigt; die Zähler sind die Filter, vorgewählt ist „Offen“, das Dringendste steht zuerst.
Erledigt bucht die Frist mit Datum und Namen:
- Mit Intervall rückt der Fälligkeitstag von selbst vor (Erledigt-Datum plus Intervall; am Monatsende ohne Sprung in den Folgemonat – 31. Januar plus ein Monat ist der 28. Februar).
- Ohne Intervall ist die Frist abgeschlossen und bleibt als Nachweis stehen. Ein neuer Fälligkeitstag öffnet sie wieder.
Die Fristen liegen im Manager; auf den Geräten steht sie noch nicht, und eine Erinnerung per E-Mail gibt es noch nicht. Für Material gibt es die Prüffristen und Inventur. Fristen der Einsatzkräfte – Erste Hilfe, Unterweisungen, Fortbildungen – stehen unter Fristen des Personals.
Alarmmonitor
Ein Bildschirm auf der Wache zeigt die Alarme – über einen Link mit Passwort, ohne Konto. Pro Wache ein eigener Link mit eigenem Filter.
Material
Der Materialkatalog im Portal – Geräte mit Barcode pflegen, festlegen, welches Fahrzeug welches Gerät führt, und Lagerorte wie das Feuerwehrhaus mit ihrem Material anlegen.