LORVIS Handbuch
Schnittstellen

Wie der Alarmeingang arbeitet

Das Grundprinzip aller Alarmquellen – eine gemeinsame Adresse, das Geheimnis sagt, wer ruft, und fünf Zustände zeigen, ob es läuft.

Bevor Sie eine einzelne Quelle einrichten, lohnt es sich, das Grundprinzip zu kennen. Es erklärt, warum die Einrichtung so aussieht, wie sie aussieht.

Alle Quellen rufen dieselbe Adresse

Es gibt eine Adresse für Alarme, nicht eine je Anbieter:

https://manager.lorvis.de/api/v1/alarme

Unterschieden werden die Quellen allein am Geheimnis. Es sagt zugleich, wer ruft – deshalb steht keine Kennung im Pfad.

Bis zum 31.08.2026 gab es daneben /api/alarm/webhook/{kennung} mit der Kennung im Pfad und dem Geheimnis. Das war eine Angabe zu viel. Wer die alte Adresse eingetragen hatte, trägt die neue ein.

Die Ausnahme ist der Alarm per E-Mail: dort ruft niemand eine Adresse auf, sondern die Leitstelle schickt eine Mail an die eigene Alarmadresse der Organisation. Diese Adresse übernimmt die Rolle des Geheimnisses.

Mehrere Quellen je Organisation

Seit dem 30.08.2026 dürfen es mehrere sein. Vorher stand genau eine an der Organisation; wer eine zweite brauchte, musste die erste abschalten.

Zwei Regeln, die daraus folgen:

  • Der Empfänger sucht die Quelle, deren Geheimnis passt – er liest nicht, welche eingestellt ist.
  • Der Geräteabruf fragt alle eingerichteten Quellen und nimmt den jüngsten Alarm. Nur die erste zu fragen hieße, den Alarm der zweiten zu verschlucken.

Zwei Quellen mit demselben Geheimnis wären ein Einrichtungsfehler; die erste gewinnt. Das ist besser, als den Alarm abzuweisen.

„Eingerichtet" ist nicht „läuft"

Eine Quelle, die seit Wochen nichts liefert, sah auf der Einstellungsseite aus wie eine, die gestern noch alarmiert hat. Deshalb wird der Zustand dem Protokoll entnommen und nicht geraten. Sechs Zustände, und die Reihenfolge ist die Aussage:

ZustandBedeutung
FehlerDie letzte Prüfung schlug fehl – oder der jüngste Alarm kam an, aber der Einsatz ließ sich nicht anlegen. Steht vorn, weil sich dagegen sofort etwas tun lässt.
EmpfängtEs ist wirklich ein Alarm angekommen. Die einzige Auskunft, die zählt.
AbgewiesenEs klopft jemand, das Geheimnis passt nicht.
Stumm seit … TagenFrüher kam etwas an, seit 14 Tagen aber weder ein Alarm noch ein Testaufruf.
BereitZugang hinterlegt, bisher kein Aufruf.
UnvollständigOhne Zugangsdaten. Kein Warten, sondern eine halb fertige Einrichtung.

Abgewiesen ist der gefährlichste Zustand. Auf der Gegenseite sieht es aus, als liefe alles: das System schickt, bekommt eine Antwort und meldet keinen Fehler. Bei Ihnen kommt nichts an.

Es zählt der jüngste Aufruf. Wird nach dem letzten angekommenen Alarm abgewiesen, steht die Quelle auf „Abgewiesen" – typischerweise, weil ein neues Geheimnis erzeugt und im anderen System noch nicht eingetragen wurde. Kommt danach wieder ein Alarm an, steht sie wieder auf „Empfängt". Klopft daneben ein zweites System mit einem alten Geheimnis, zeigt die Quelle ebenfalls „Abgewiesen" – auch das sollte abgestellt werden.

Einheiten zählen mit. Der Zustand der Hauptorganisation berücksichtigt auch Alarme, die über die Adressen ihrer Einheiten ankommen (FeuerSoftware Connect, GroupAlarm).

Stumm heißt nicht kaputt – es kann eine ruhige Zeit sein. Häufiger wurde drüben etwas geändert: ein neues Geheimnis, eine entfernte Adresse, ein abgeschalteter Webhook. Lösen Sie dann einen Testalarm aus und sehen Sie im Manager nach, ob er ankommt. Eine Quelle, von der noch nie etwas kam, steht weiter auf „Bereit" und gilt nicht als stumm.

Wird eine Quelle stumm, bekommen alle, die im Manager die Alarmquelle verwalten dürfen, einmal eine E-Mail (ohne solche Konten die Kontaktadresse der Organisation). Kommt danach wieder etwas an, ist die Meldung zurückgesetzt – verstummt die Quelle erneut, kommt erneut eine Mail.

Ein abgewiesener Aufruf nennt keine Quelle. Das ist der Preis dafür, dass die Quelle am Geheimnis erkannt wird. Bei genau einer eingerichteten Quelle wird er ihr trotzdem zugeschrieben – sonst wäre der gefährlichste Zustand auf keiner Karte zu sehen. Bei mehreren bleibt es offen; geraten wird nicht.

Alarme werden 90 Minuten vorgehalten

Quellen, die einen Alarm zustellen, halten ihn 90 Minuten für die Fahrzeuge bereit. Die Zeit der Leitstelle wird dabei nicht gegen das Alter gerechnet – ein nachgereichter oder mit ursprünglicher Alarmzeit wiederholter Einsatz würde sonst stillschweigend verschluckt.

Ein verschluckter Alarm ist das Schlimmste, was diese Software tun kann.

Daraus folgt auch: richten Sie immer das Einsatzende mit ein. Ohne es bleibt der Alarm bis zum Ablauf der 90 Minuten auf den Fahrzeugen stehen.

Auf dem Alarmweg geht keine Anfrage nach draußen

Der Geräteabruf liest nur den Zwischenspeicher. Damit kann kein Alarmierungsanbieter den Einsatz verzögern oder mit einer Sperre blockieren.

Welche Quelle passt

On this page