Ersteinrichtung
Was eine Organisation nach dem Kauf oder zum Testbeginn der Reihe nach tut.
Von der Anmeldung bis zum ersten Einsatz auf dem Tablet. Der Weg dauert je nach Bestand einen halben bis einen ganzen Tag – der größte Teil davon ist das Befüllen, nicht das Einrichten.
Sie müssen nicht alles auf einmal. Die Reihenfolge unten ist die, in der die Fragen tatsächlich aufkommen. Was Sie überspringen, holen Sie später nach; LORVIS ist ab Schritt 6 einsatzfähig, alles danach macht es besser.
1 – Zugang bekommen
Zwei Wege, und beide enden im selben Portal:
30 Tage testen
Über lorvis.de/registrieren. Voller Funktionsumfang, keine
Zahlungsdaten. Nach dem Absenden kommt eine E-Mail mit einem Link, der
Ihre Adresse bestätigt – danach ist der Zugang frei.
Direkt kaufen
Über lorvis.de/bestellen. Tarif, Gerätezahl, Laufzeit und Zusatzmodule
wählen und bestellen. Der Link in der E-Mail danach bestätigt Ihre Adresse
und führt zur Zahlung (Kreditkarte, SEPA-Lastschrift oder PayPal). Der
Zugang ist nach der Zahlung sofort frei.
Melden Sie sich danach unter manager.lorvis.de mit Ihrer E-Mail-Adresse und
dem Passwort an, das Sie im Formular vergeben haben.
Keine E-Mail mit Bestätigungslink, sondern „Für diese Adresse besteht schon ein Konto“? Dann gibt es zu Ihrer Adresse bereits einen LORVIS-Zugang. Es wurde nichts Neues angelegt und nichts bestellt – melden Sie sich mit diesem Zugang an oder setzen Sie über „Passwort vergessen“ ein neues Passwort. Die Seite selbst sagt nach dem Absenden in jedem Fall nur „Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt“: So lässt sich über das Formular nicht ausprobieren, ob es zu einer fremden Adresse ein Konto gibt.
2 – Der Einrichtungsassistent
Beim ersten Anmelden führt Sie das Portal durch zehn Schritte
(/portal/einrichtung). Oben zeigt ein Fortschrittsbalken, wo Sie stehen;
jeder Schritt lässt sich direkt anspringen. Der Assistent lässt sich
überspringen und jederzeit erneut aufrufen.
| Schritt | Worum es geht |
|---|---|
| Wer Sie sind | Name, Anschrift, Bundesland und Koordinate Ihrer Organisation. |
| Bereiche | Welche Module Sie führen. Die Auswahl wird sofort gespeichert, damit die folgenden Schritte schon darauf aufbauen. Nicht gebuchte Module sind gesperrt. |
| Einsatzgebiet | Löschwasser laden: Postleitzahl eintragen, Hydranten, Löschteiche und Saugstellen kommen aus OpenStreetMap. |
| Fahrzeuge | Fahrzeuge mit Funkrufname und optional ISSI anlegen. Mit der ISSI erkennt LORVIS ein Fahrzeug bei Alarm und Statusmeldung wieder. |
| Alarm | Überblick, wie ein Alarm ankommt (DIVERA, Schnittstelle, E-Mail), und der Weg zur Alarmquelle. |
| Geräte | Lizenzen anlegen und den Kopplungscode ablesen; er gilt 60 Minuten. |
| Team | Benutzer und Rechte. |
| Das Portal | Rundgang durch die Menüs. |
| Bestände | Was noch leer ist – mit einem Sprung zur jeweiligen Pflege. |
| Fertig | Die Checkliste „So weit sind Sie" zeigt, was steht und was offen ist. Offenes lässt sich über „Nachholen" erledigen; nichts blockiert den Abschluss. |
Löschwasser, Fahrzeuge und Alarmquelle sind nur dann Teil der Einrichtung, wenn der Bereich gebucht und ausgewählt ist; sonst weist der Schritt darauf hin, wo er sich einschalten lässt. Die Karte selbst laden Sie später am Tablet (siehe Gerät koppeln).
Warum die Stammdaten zuerst
Sie sind nicht Beiwerk. Aus der Anschrift entsteht der Kartenmittelpunkt, und aus dem Bundesland kommen die amtlichen Wetterwarnungen. Wer hier etwas falsch stehen lässt, merkt es erst im Einsatz – an einer Karte, die am falschen Ort aufgeht, oder an Warnstufen aus dem Nachbarland.
Drei Zuschnitte als Vorschlag
Wer zum ersten Mal vor zwanzig Haken sitzt, weiß nicht, welche er braucht. Der Assistent bietet drei Arbeitsweisen an – keine Tarife, jeder lässt sich danach einzeln nachbessern, und keiner kostet mehr als ein anderer:
| Zuschnitt | Was er einschaltet |
|---|---|
| Objektwissen | Objekte, Pläne, Kontakte, Karte, Wasserversorgung, Sperrungen. Kein Einsatzgeschehen – die Organisation führt ihre Einsätze woanders. |
| Einsatzführung | Objektwissen plus Einsatzverlauf, Atemschutzüberwachung, Personal, Whiteboard, Gefahrgut und Alarmquelle. Der übliche Zuschnitt. |
| Vollständig | Alles, was LORVIS kann. |
Die Modulübersicht erklärt jedes einzelne.
Was eine neue Organisation schon mitbringt
Niemand fängt bei null an. Jede neue Organisation bekommt einen Grundbestand, der im Portal frei angepasst oder gelöscht werden kann:
| Was | Wo im Portal |
|---|---|
| Checklisten – Standardeinsatzregeln als Ausgangspunkt | Checklisten |
| Formularvorlagen | Formulare |
| Taktische Zeichen und Abschnittsvorlagen für das Whiteboard | Lagedarstellung |
| Die acht gängigen Qualifikationen | Personal (Stammdaten) |
| Punktarten für die Karte | Punkte (Points of Interest) |
| Bausteine der Lagemeldung | Lagemeldung |
| Materialkatalog | Material |
| Eine Dashboard-Vorlage „Standard" – Wetter, Uhrzeit und vergangene Einsätze – für das Lagedashboard am Desktop | Dashboard-Vorlagen |
| Sechs Truppvorlagen – Trupp 1 bis 3, Sicherheitstrupp 1 bis 3 – für die Atemschutzüberwachung | Atemschutz → Truppvorlagen |
Was Sie davon löschen, bleibt gelöscht – eine spätere Ergänzung des Grundbestands holt es nicht ungefragt zurück.
3 – Benutzer und Rollen
Unter Benutzer legen Sie an, wer ins Portal darf. Jeder Benutzer bekommt eine Rolle, und die Rolle entscheidet, welche Bereiche er sieht.
Legen Sie mindestens einen zweiten Zugang mit Verwaltungsrechten an. Ein Konto, das nur einer Person gehört, ist ein Ausfallrisiko.
Personenbezogene Bereiche – Patienten, Protokolle, Kontakte mit Schlüsselinhabern – sollten nicht jedem offenstehen. Die Rolle ist der Ort, an dem das entschieden wird, nicht das Vertrauen.
4 – Stammdaten befüllen
Die Reihenfolge ist nicht beliebig: Personal wird von der Atemschutzüberwachung gebraucht, Fahrzeuge vom Einsatz.
Einheiten
Wenn Ihre Organisation aus mehreren Ortsfeuerwehren oder Zügen besteht, legen Sie sie als Einheiten an. Personal und Fahrzeuge hängen daran.
Personal
Name, Funktion, Qualifikationen. Für die Atemschutzüberwachung zählen die vier Nachweise nach FwDV 7: G 26.3, Streckendurchgang, Übung/Einsatz und theoretische Unterweisung. Ein abgelaufener oder fehlender Nachweis macht den Träger nicht einsatzbereit und wird auf dem Gerät als solches gezeigt.
Optional ein Barcode je Person: Ein Handscanner meldet sich als Tastatur an, das Feld ist deshalb ein gewöhnliches Textfeld. Die Personalsuche auf dem Gerät trifft den Code exakt und zuerst.
Qualifikationen
Die acht gängigen sind vorgegeben; eigene lassen sich anlegen, samt Abkürzung. Was hier steht, steht auch auf dem Gerät.
Funkrufgruppen
Bezeichnung, Rufgruppe und wofür sie gedacht ist. Die Reihenfolge lässt sich mit zwei Pfeilen anpassen – im Einsatz greift die Hand nach der, auf der gesprochen wird, nicht nach der ältesten.
Fahrzeuge
Funkrufname, Typ und Kennzeichen. Wer eine Alarmquelle anbindet, bekommt den FMS-Status später automatisch dazu.
5 – Einsatzwissen befüllen
Das ist der Teil, der Zeit kostet – und der, der im Einsatz zählt.
| Was | Wo | Hinweis |
|---|---|---|
| Objekte | Objekte | Anschriften, Hinweise, Ansprechpartner, Zufahrten. Aus OpenStreetMap übernehmbar. |
| Dokumente | Dokumente | Feuerwehrpläne und Laufkarten als PDF, in Ordnern. Sie gehen mit aufs Gerät. |
| Kontakte | Kontakte | Schlüsselinhaber, Versorger, Ansprechpartner – mit mehreren Rufnummern. |
| Hydranten | Hydranten | Mit Nennweite und Ergiebigkeit. Aus OpenStreetMap übernehmbar. |
| Checklisten | Checklisten | Standardeinsatzregeln, in Abschnitte gegliedert. |
| Informationen | Informationen | Dienstanweisungen und Merkblätter, mit Zeitraum und einem Dokument als Anhang. |
| Sperrungen | Sperrungen | Baustellen mit Richtung, Gültigkeit und Umleitung. |
Fangen Sie mit den Objekten an, die Sie wirklich anfahren. Ein vollständiger Bestand ist das Ziel, kein Startbedingung. Zehn gepflegte Objekte sind mehr wert als hundert halbe.
6 – Kartenpaket laden
Unter Kartenpakete wählen Sie den Ausschnitt, den Ihre Geräte offline brauchen. Das Paket wird auf das Gerät geladen und gilt dann im Funkloch.
Ohne Kartenpaket zeigt die Karte online alles und offline nichts.
7 – Geräte koppeln
Jetzt kommt das Tablet dazu. Der Weg steht auf einer eigenen Seite: Gerät koppeln.
Nach dem Koppeln entscheiden Sie je Gerät:
- Welche Module es zeigt. Wer im Einsatz vier Kacheln sieht statt einundzwanzig, findet die richtige schneller.
- Ob es sensible Daten bekommt. Zugangsdaten zu Fachportalen, Namen und Geburtsdaten von Patienten und die Anschriften aus dem Rettungsdienstprotokoll gehen nur an Geräte mit ausdrücklicher Freigabe.
Nie an einem Gerät ziehen, das jemand benutzt. Wird ein Gerät entkoppelt, läuft es beim nächsten Abgleich auf und verwirft seinen lokalen Bestand. Für einen Test legen Sie ein eigenes Gerät an und entfernen es danach.
8 – Alarmierung anbinden
Optional, aber der bequemste Weg in den Einsatz: Der Alarm öffnet auf dem Tablet sofort Objektwissen, Plan und Wasserversorgung.
Danach: einen Testalarm auslösen und im Portal unter Alarmquelle nachsehen, ob er angekommen ist. Das ist der Unterschied zwischen „eingerichtet" und „es funktioniert" – und den will man vor dem ersten Einsatz kennen, nicht danach.
9 – Nachsehen, ob es steht
Auf dem Gerät zeigt die Startseite einen Bereitschaftsindikator. Er ist grün, wenn Kopplung, Daten, Karte und Pläne auf dem Gerät liegen und der letzte Abgleich höchstens 7 Tage zurückliegt; sonst sagt er, was fehlt (siehe Bereitschaftsindikator).
Die letzte Prüfung ist keine Software, sondern eine Frage: Nehmen Sie das Tablet, schalten Sie das Netz ab und sehen Sie nach, ob das Objekt, das Sie am häufigsten anfahren, mit Plan und Ansprechpartner dasteht. Wenn ja, sind Sie fertig.
Was danach kommt
| Wenn Sie … | dann … |
|---|---|
| Atemschutz überwachen | Nachweise beim Personal pflegen, sonst sperrt jeder Träger |
| Patienten sichten | Krankenhäuser als Zielklinikliste anlegen |
| Formulare nutzen | Vorlagen anlegen, optional mit E-Mail-Empfängern |
| mit Nachbarn teilen | Datengruppen einrichten |
| Standorte planen | Adressbasis des Landkreises holen lassen |