PZC – Patientenzuweisung
Indikation, Alter und Dringlichkeit ergeben den Code für die Voranmeldung in der Klinik.
Der Patientenzuweisungscode ist sechsstellig und wird zusammengesetzt, nicht nachgeschlagen:
Rückmelde-Indikation (3) + Alter (2) + Dringlichkeit (1)332671 heißt: Verdacht Herzinfarkt, 67 Jahre, Notfallversorgung.
Die drei Teile
Indikation
Dreistellig, aus der Liste des zuständigen Leitstellenbereichs. Suchbar nach Nummer und nach Klartext.
Alter
Eingetippt, nicht angeklickt. In Jahren – oder als Geburtsdatum, aus dem LORVIS das vollendete Lebensjahr rechnet.
Bis zum 4. September 2026 standen elf Altersstufen als Knöpfe da. Der Code trägt aber zwei Stellen und nimmt jedes Jahr von 00 bis 99: Wer 43 meinte, traf 40 – und meldete einen anderen Code voran.
00 ist der Säugling unter einem Jahr: eine eigene Stufe, keine fehlende
Angabe. Für ihn kommt eine andere Klinik in Frage als für einen Zweijährigen.
Ohne Alter entsteht kein Code – der PZC kennt keine Stelle für „unbekannt“. Im Rettungsdienstprotokoll (Schritt Übergabe) darf der Code mit Leerzeichen, Binde- oder Schrägstrichen eingetippt werden („332 67 1“). Sind es keine sechs Ziffern, steht dort „Kein gültiger PZC“, und er wird so nicht übertragen; die Eingabe bleibt auf dem Gerät stehen.
Dringlichkeit
Einstellig. Sie entscheidet, wie die Klinik den Fall einordnet.
Ein PZC gilt nur in seinem Bereich
363 heißt in Niedersachsen „Intoxikation sonstige", in Berlin/Brandenburg „sonstige Intoxikation" – anderswo kann dieselbe Zahl etwas völlig anderes heißen.
Deshalb trägt jede Zeile ihren Bereich, und Herausgeber, Fassung und Stand stehen auf dem Gerät über der Liste. Wer voranmeldet, soll sehen, aus wessen Liste er den Code nimmt.
Die Listen sind Fremddaten und werden je Bereich vollständig getauscht, nie fortgeschrieben: Eine zurückgezogene Indikation muss verschwinden.
Ohne Netz
Die Listen liegen auf dem Gerät. Der Code entsteht dort und wird dort angezeigt – die Voranmeldung selbst geht über Funk oder Telefon, wie bisher.