LORVIS Handbuch
Im Fahrzeug

Drohne

Der Einsatzabschnitt Luft – Missionen, Flugbuch, Suchsektoren und Livebild.

Das Drohnenmodul ist kein Zubehör, sondern der Einsatzabschnitt Luft: Es führt die Mission, das Flugbuch, die Suche und die Funde.

Mission und Flug

MissionDer Auftrag: Einsatzart, Lage, Suchgebiet
FlugEin einzelner Start mit Pilot, Luftraumbeobachter und Akku-Paar
FlugtimerMM:SS, Restzeit und Fortschrittsbalken
Vorflug-PrüfungEine Liste, an deren Ende „FLUGBEREIT" steht

Missionsprofile je Einsatzart nehmen die immer gleichen Angaben vorweg.

Mission beenden und neu starten

Mission beenden (unten bei den Hauptaktionen) schließt die Drohnenmission mit Ende-Zeitpunkt, ohne den Einsatz zu schließen; der Einsatz bleibt offen. Zur Sicherheit fragt der Knopf einmal nach: erster Tipp „Wirklich beenden?", zweiter Tipp innerhalb von fünf Sekunden beendet. Drohnen, die in dieser Mission noch fliegen, gelten mit dem Ende als gelandet (an der Landestelle, sonst am Startpunkt); andere Missionen desselben Einsatzes bleiben unberührt. Die Kopfzeile „… Drohnen in der Luft" zählt nur Drohnen der gerade geöffneten Mission. Der Knopf „Mission abschließen" im Reiter Flugbuch macht dasselbe.

Danach steht die Seite sauber da: keine Mission, kein Team, keine Sektoren, Hinweise oder Tracks auf der Karte. Nichts davon ist gelöscht – die beendete Mission bleibt vollständig im Flugbuch und im Einsatzbericht erhalten, sie ist nur nicht mehr die laufende.

Darunter geht es mit einem Tipp weiter:

  • Neue Mission – direkt unter der Karte. Der Dialog ist mit den Angaben der letzten Mission vorbelegt (Titel, Einsatzart, Anforderung, Einheit, Führung); der Umweg über das Flugbuch entfällt.
  • Frühere Missionen – die beendeten Missionen dieses Einsatzes stehen in der Übersicht. Antippen zeigt sie mit Team, Sektoren und Flügen; Wieder aufnehmen macht sie zur laufenden Mission (aktiv, ohne Ende), Zur Übersicht geht zurück.

Am Handy

Auf dem Handy ist die Seite in drei Teile gegliedert, die sich nicht überdecken:

  • Karte oben, mit den Zeichenwerkzeugen Suchsektor, Suchgebiet und Landestelle in einer Zeile (und „Position setzen", solange ein Flug läuft). Die Ebenen (Sektoren, Abdeckung, Tracks, Hinweise, Landestellen, Luftverkehr, dazu Flugbeschränkungen wie dipul) stehen hinter einem Knopf „Ebenen" unten links und klappen nach oben auf. Rechts unten bleibt der Quellennachweis der Karte frei.
  • Reiter darunter (Drohnen, Sektoren, Hinweise, Team, Flugbuch, Verlauf, Livebild), ebenfalls seitlich zu schieben. Der Inhalt des Reiters folgt darunter; der mittlere Bereich scrollt, wenn er nicht auf den Schirm passt. Zum Scrollen wischen Sie auf dem Reiterbereich – ein Wischen auf der Karte verschiebt die Karte.
  • Hauptaktionen (Flug starten, Hinweis, Landung, Akkuwechsel, Bemannte Luftfahrt, Mission beenden) bleiben unten stehen.

Auf dem Tablet quer und am Desktop stehen Karte und Seitenleiste nebeneinander.

Suche

Suchsektoren werden als Fläche abgesteckt; LORVIS rechnet die Abdeckung und weist den Restbereich aus – die Frage „was haben wir noch nicht gesehen" ist im Wald schwerer zu beantworten, als sie klingt.

Dazu ein Suchraster als Flugplan und der Kamera-Footprint aus Telemetrie und Bildwinkeln.

Funde und Hinweise

Ein Hinweis wird an Ort und Stelle gesetzt, mit Bild. Gelöschtes lässt sich zurücknehmen – acht Sekunden lang, danach ist es weg.

Akkus

Akku-Paare statt einzelner Akkus, mit Rotation, Flugzeit-Modell und mehrstufigen Warnungen. Jede Schwelle meldet sich einmal, mit Vibration und Signalton.

Luftlage

Über ADS-B (produktiv adsb.lol) mit Datenalter, Abstand und Warnband.

Die Luftlage sieht keinen Hubschrauber mit abgeschaltetem Transponder. Die Oberfläche sagt das dazu. Sie ersetzt keine Absprache mit der Leitstelle.

Geografische Gebiete (dipul)

Der Knopf dipul legt die geografischen Gebiete für Drohnen aus der Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt (dipul, Bundesministerium für Verkehr) über die Karte – etwa Flugbeschränkungsgebiete, Kontrollzonen, Flughäfen, Krankenhäuser, Industrieanlagen, Kraftwerke, Stromleitungen oder Naturschutzgebiete.

Unter Ebenen daneben wählen Sie, welche der 34 Gebietsarten angezeigt werden. Vorausgewählt sind 18, die für Drohneneinsätze der Feuerwehr üblicherweise zählen; Empfehlung, Alle und Keine setzen die Auswahl auf einen Griff. Die Auswahl bleibt auf diesem Gerät gespeichert.

Die Gebiete kommen live vom Dienst des Bundes und brauchen Netz. Sie ersetzen nicht die Prüfung der Fluggenehmigung.

Livebild

Die Drohne sendet per RTMP an den eigenen Medienserver; das Tablet holt den Strom als HLS. Kein fremder Dienst dazwischen – der Sendeschlüssel hängt je Drohne.

Externe teilhaben lassen

Ein Freigabelink mit QR-Code öffnet die Lage für Außenstehende, etwa die Polizei am Absperrpunkt. Abschaltbar, neu erzeugbar, und Hinweise von außen kommen zurück.

Wer den Link zum ersten Mal öffnet, sieht zuerst nur die Frage nach dem Namen (und der Dienststelle, z. B. „PHK Meier, Polizei Northeim") – erst danach die Karte. Hinweise von außen tragen diesen Namen.

Die Einsatzleitung sieht im Reiter Flugbuch (am Handy) und im Portal beim Einsatz unter der Freigabe die Liste Zugriff: Name, wann zuletzt, wie oft. Mit Entfernen wird einer Person der Zugang entzogen:

  • Ihr Browser sieht die Mission sofort nicht mehr und kann sich auch mit einem anderen Namen nicht neu anmelden.
  • Wer den Link außerdem anderswo hat (weitergeleitet, fotografiert), bleibt drin. Dafür gibt es Neu erzeugen: neuer Link, leere Liste, alle melden sich neu an.
  • Es wird keine IP-Adresse gespeichert, nur Name, erster und letzter Zugriff und die Zahl der Aufrufe. Die Liste braucht Netz, die Freigabe selbst entsteht ohnehin online.

Flugbuch

Jeder Flug landet im Flugbuch – im Portal und im Einsatzbericht. Flugtracks ohne Revision, Export als GeoJSON, GPX oder KML.

Dazu geführt: Pilotenlizenzen A1/A3 und A2 mit Warnstufe und die Wartung der Drohnen, ebenfalls mit Warnstufe.

Drohneneinsatz im Verbund

Bei verbundenen Einsätzen sehen Sie die Drohneneinsätze der anderen Einheiten, soweit Ihre Einheit das Modul Drohne hat:

  • In der Kopfzeile steht „Im Verbund": Einheit, Einsatz, Status und wie viele Drohnen gerade in der Luft sind.
  • Auf der Karte liegen deren Flugspuren, Suchsektoren (mit Abdeckung) und Start- und Landestellen neben Ihren eigenen, und die letzte Position einer fliegenden Drohne steht als Marke.
  • Funde der anderen Einheiten erscheinen auf der Karte; antippen zeigt Text, Status und die Fotos zum Ansehen.
  • Das ist nur lesend. Flüge, Sektoren, Tracks und Funde bearbeitet allein die Einheit, die sie geflogen oder gemeldet hat.

Die Mission selbst erscheint auch in Ihrem Einsatz. Bearbeiten darf sie die anlegende Einheit, oder jede andere nach ihrer Freigabe („Anderen Einheiten freigeben" in der Kopfzeile). So sieht ein ELW über alle Einheiten, wo geflogen wurde und wo die Drohnen sind.

On this page