LORVIS Handbuch
Im Fahrzeug

Karte

Die Offline-Karte im Fahrzeug – Kartenpakete auf dem Gerät statt Kacheln vom Server, dazu Objekte, Wasserversorgung, Points of Interest, Sperrungen und Fahrzeuge.

Die Karte ist der Grund, warum LORVIS im Funkloch nicht blind wird. Sie arbeitet mit Kartenpaketen, die auf dem Gerät liegen – nicht mit Kacheln von einem Server.

Kartenpakete

Ein Kartenpaket ist eine einzelne Datei, die einen Bereich vollständig enthält. Es wird einmal geladen und liegt dann auf dem Gerät.

Die Pakete werden alle 14 Tage aus dem aktuellen OpenStreetMap-Stand neu gebaut. Das Gerät holt die neue Fassung von selbst, sobald es online ist; bis dahin zeigt die Karte das bisherige Paket weiter – siehe Im Funkloch → Kartenpakete.

Kartenpakete überleben das Abmelden eines Geräts. Sie sind groß, enthalten nichts Vertrauliches und wären beim nächsten Koppeln erneut zu laden – das wäre Verschwendung.

Was auf der Karte liegt

  • Objekte – Schwerpunktobjekte mit Plänen, Kontakten und Anfahrt
  • Wasserversorgung – Hydranten, Saugstellen und Zisternen mit Nennweite und Ergiebigkeit
  • Points of Interest – die eigenen Punkte der Organisation, etwa Defibrillatoren, Rettungspunkte, Sammelplätze oder Schlüsseldepots
  • Sperrungen – Baustellen und gesperrte Abschnitte, befristet
  • Fahrzeuge – mit Status und Standort
  • Andere Geräte der Organisation – mit ihrem zuletzt gemeldeten Standort („vor 12 min"). Eine gemeldete Position steht höchstens 24 Stunden auf der Karte, danach verschwindet sie. Haben mehrere Geräte denselben Funkrufnamen (etwa ein ersetztes Tablet), erscheint nur das zuletzt meldende; die älteren verschwinden. Ein fest eingetragener Standort (die Wache) bleibt stehen.

Wasser-Modus

Im Kartenmodus Wasser bleiben die Hydranten in Größe und Farbe wie im Standard. Der Modus ergänzt drei Dinge:

  • Das Kürzel der Art steht ab Zoomstufe 14 neben der Kennung.
  • Wasserförderstrecken erscheinen als Strichlinie.
  • Eine Legende nennt die Arten mit der Anzahl auf dem Gerät.
KürzelArt
UFUnterflurhydrant
ÜFÜberflurhydrant
SSaugstelle
BLöschwasserbehälter
TLöschwasserteich
WSHWürttemberger Schachthydrant
GOffenes Gewässer
BrLöschwasserbrunnen

Hydranten und Förderstrecken kommen aus dem Bestand auf dem Gerät. Pflege: Wasserversorgung und Wasserförderstrecke.

Punkte antippen

Hydranten, Points of Interest und Objekte lassen sich auf der Karte antippen oder anklicken. Es öffnet sich ein Fenster mit den Angaben zum Punkt:

  • Hydrant – Art, Anschrift, Nennweite und Ergiebigkeit, bei Zisternen und Löschwasserbehältern der Inhalt in m³, Zustand, Zugang; dazu Messung und Zustandsmeldung
  • Point of Interest – Bezeichnung, Art, Kennung (etwa die Nummer eines Rettungspunkts), Anschrift, Beschreibung, Zugang und ob der Punkt immer zugänglich ist
  • Objekt – Name, Kategorie und Anschrift, mit Verweis auf die vollständige Objektauskunft

Beim Antippen wird die Karte auf den Punkt zentriert – bei Hydranten, Points of Interest und Objekten mit Lage. Ein Objekt ohne Lage lässt die Ansicht stehen. Von dort aus startet Navigation die Zielführung, Ziel übergeben reicht das Ziel an eine andere Anwendung weiter. Einen Knopf „Koordinaten" gibt es in keinem Punktfenster mehr. Die Zustandsknöpfe der Zustandsmeldung (OK, Eingeschränkt, Defekt) brechen auf schmalen Bildschirmen in eine zweite Zeile um. Der Punkt muss nicht genau getroffen werden: mit dem Finger reicht ein Tipp in seine Nähe. Auch die Karten-Kachel im Lagedashboard zeigt beim Antippen eine Kurzauskunft.

Fahrzeuge auf der Karte

Jedes Fahrzeug trägt ein kleines Etikett mit Status und Bezeichnung. Stehen mehrere Fahrzeuge am selben Ort, liegen ihre Etiketten eng übereinander – die Karte darunter bleibt sichtbar. Antippen öffnet die Fahrzeugkarte mit Funkrufname und Status.

Die Karte zeigt alle Fahrzeuge Ihrer Organisation – bei einer Einheit also auch die der Hauptorganisation und der anderen Einheiten, nie die einer fremden Organisation. Es bleibt bei den Freigaben: das Gerät braucht „Standorte sehen“, das Fahrzeug „Standort auf Karte“.

Die Navigation zu einem Ziel läuft über geo:-URIs, also über die Navigationsanwendung des Geräts. LORVIS bindet keinen fremden Kartendienst ein – im Funkloch wäre er ohnehin nicht da.

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