LORVIS Handbuch
Schnittstellen

LARDIS:ONE Connect

Funkrufgruppe, Status, Ruf und Position live im Fahrzeug – und zurücksenden.

Diese Schnittstelle läuft umgekehrt zu den übrigen: nicht LORVIS ruft ab, sondern das Funkgerät (LARDIS:ONE oder LARDIS-PILOT von RTM:IT) verbindet sich als Client zu einer von LORVIS betriebenen Adresse. Eine persistente WebSocket-Verbindung, kein Webhook und kein Abfragen.

LORVIS ist kein LARDIS-Partner in dem Sinn, dass es RTM:IT-Produkte verkauft – die Anbindung setzt das öffentlich dokumentierte LARDIS:ONE-Connect-Protokoll von RTM:IT um.

Einrichten – je Fahrzeug, nicht einmal für die ganze Organisation

Ein Funkgerät gehört zu genau einem Fahrzeug – deshalb wird die Verbindung auch je Tablet eingerichtet, nicht einmal zentral für die ganze Organisation. Eine Organisation mit mehreren Fahrzeugen legt entsprechend mehrere Verbindungen an, eine je Fahrzeug-Tablet.

Im Portal unter Geräte, beim betreffenden Fahrzeug-Tablet auf Bearbeiten. Im Abschnitt „LARDIS:ONE Connect" (erscheint nur, wenn das Modul gebucht ist und für dieses Gerät eingeschaltet ist) auf Aktivieren klicken. LORVIS erzeugt dabei einen Token und zeigt die vollständige Adresse (wss://app.lorvis.de/lardis/<token>).

Am LARDIS:ONE DIESES Fahrzeugs die Adresse unter Gerät → Cloud Dienste → LARDIS:ONE Connect eintragen. Am LARDIS-PILOT liegt dieselbe Einstellung im LARDIS Manager unter Optionen → Connect.

Sobald sich das Gerät meldet, zeigt die Geräteseite „Funkgerät verbunden" samt Gerätename und Kennung – und im Fahrzeug erscheint auf der Startseite ein Kästchen mit Sprechgruppe, Status, laufendem Ruf, Position und den letzten Nachrichten.

Der Token gilt als Geheimnis und gehört zu genau diesem Tablet/Fahrzeug. Wer ihn kennt, kann sich als dessen Funkgerät ausgeben. „Token neu erzeugen" trennt das bisher verbundene Gerät sofort – die neue Adresse muss danach dort neu eingetragen werden. Andere Fahrzeuge dieser Organisation sind davon nicht betroffen, jedes hat seinen eigenen Token.

Was im Fahrzeug ankommt

AnzeigeAus welchem Telegramm
SprechgruppeTALK_GROUP_INFO
Status (farbig, wie bei den Fahrzeugen)STATUS_INFO
GesprächsteilnehmerCALL_INFO
PositionLOCATION_INFO (nur auf Anfrage, siehe unten)
Nachrichten (die letzten drei)MESSAGE_RECEIVED

Sprechwunsch, Notruf und Anweisungen der Leitstelle sind kein Status. Meldet das Funkgerät 5 (Sprechwunsch), 0 (Notruf) oder eine Anweisung wie „J" (Sprechaufforderung), bleibt der bisherige Status (z. B. 3 oder 4) stehen; die Meldung erscheint mit Uhrzeit als eigene Zeile darunter und verschwindet mit dem nächsten Fahrzeugstatus.

Ein Gerät gilt als verbunden, solange innerhalb der letzten zwei Minuten ein Telegramm eingegangen ist – kein Dauerzustand, sondern aus der letzten Meldung abgeleitet.

Was sich vom Fahrzeug aus zurücksenden lässt

Aufklappbar unter „Bedienen" im selben Kästchen:

AktionTelegrammWoher kommen die Werte
Sprechgruppe wechselnSET_TALK_GROUPdie vorhandenen Funkrufgruppen der Organisation – beschriftet mit der Rufgruppe, darunter die Bezeichnung, rechts die Kurzwahl
Status setzenSET_STATUSderselbe FMS-Katalog wie bei den Fahrzeugen
Nachricht senden / einspeisenSEND_MESSAGE / ADD_MESSAGEFreitext
QR-Code anzeigenDISPLAY_QR_CODEFreitext
Position abfragenLOCATION_REQUESTeinmalig, kein Dauer-Tracking
Zielführung starten/beendenSTART_NAVIGATION / STOP_NAVIGATIONder laufende Einsatz

Straßensperren laufen automatisch mit (ROADBLOCK): Jede Sperrung, die im Portal angelegt, geändert oder aufgehoben wird, geht ohne eigenen Knopf an ein verbundenes Gerät.

Kein Kartenmarker für die Position, und keine automatische, wiederkehrende Positionsabfrage – beides bewusst nicht gebaut. Ein Dauer-Tracking von Einsatzkräften ist eine eigene, datenschutzrechtliche Entscheidung.

Grenzen

  • Genau ein Funkgerät je Verbindung – und eine Verbindung gehört genau einem Fahrzeug-Tablet, nicht der Organisation. Ein LARDIS-PILOT mit mehreren angeschlossenen Funkgeräten wird als eines behandelt – eine Geräteauswahl für mehrere radioID-Werte innerhalb EINER Verbindung gibt es noch nicht.
  • Verifiziert wurde die Anbindung ohne ein von RTM:IT bereitgestelltes Testgerät – gegen die dokumentierten Feldtabellen und einen echten Payload-Mitschnitt. Der erste Anschluss eines echten Geräts bleibt der eigentliche Test.

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